Ambulant und stationär am gleichen Tag

In den „Regeln und Definitionen zur Fallabrechnung“ wird die Vergütung von vor- und nachstationären Behandlungen und Untersuchungen im Spital erklärt. Dennoch gibt es Unsicherheiten zur korrekten Abrechnung.

Wann wird die gleichentags durchgeführte ambulante Behandlung zusätzlich zur Fallpauschale verrechnet?

Hier eine Übersicht der 3 möglichen Konstellationen:

1. Die Patientin wird ambulant behandelt, geht nach Hause und tritt (z.B. aufgrund einer Verschlechterung der Gesundheitszustandes) am gleichen Tag in das gleiche Spital mit einer ähnlichen Erkrankung wieder ein und wird stationär aufgenommen.

⇒Der ambulante Aufenthalt wird separat zum stationären Aufenthalt abgerechnet. Es trifft der erste Absatz der Ziffer 3.7 aus den Regeln und Definitionen zur Fallabrechnung zu.

2. Die Patientin wird ambulant im Spital behandelt, währenddessen kommt es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und sie wird direkt stationär aufgenommen.

3. Die Patientin wird ambulant behandelt, währenddessen kommt es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes, sie geht nach Hause (z.B. Kleidung holen), das Bett ist reserviert und sie kommt zurück ins Spital.

⇒Beim zweiten und dritten Fall wird eine Rechnung nach SwissDRG gestellt. Diese beinhaltet auch die Kodierung für den ambulanten Teil der Rechnung. Der stationäre Fall beginnt mit der Uhrzeit der ambulanten Behandlung. Das bedeutet für die dritte Konstellation, dass „Kleider holen“ als administrativer Urlaub zu verbuchen wäre, da ein Bett reserviert ist.