Einsatz für die Prämienzahler

Der soeben erschienene Geschäftsbericht der Leistungseinkaufsorganisation tarifsuisse ag zeugt von einem herausfordernden, aber auch erfolgreichen vierten Geschäftsjahr der noch jungen Unternehmung. Sie vertritt aktuell indirekt 75 % der Versicherten im Bereich der obligatorischen, sozialen Krankenversicherung. Der Fokus liegt klar bei den Interessen der Prämienzahlenden.

Der Geschäftsbericht geht unter anderem auf das Thema von offenen Tarifsituationen zwischen Krankenversicherern und Leistungserbringern ein. Es wird festgestellt, dass das Bundesverwaltungsgericht ein paar der offenen Fragen bei der Umsetzung der neuen Spitalfinanzierung nun klären konnte. Dadurch werden die Vertragsverhandlungen erleichtert und das Ziel greifbarer, dass möglichst viele einvernehmlich gefundene Verträge statt hoheitliche Behördenlösungen gelten sollen. Für die Versicherer, die Kunden von tarifsuisse, ist wichtig, dass das Verhältnis zwischen ihnen und den Leistungserbringern möglichst eindeutig geregelt ist und möglichst frei von Bürokratie funktioniert. Im Berichtsjahr schloss tarifsuisse mehr Tarifverträge ab, als die kantonalen Behörden Tarife hoheitlich festlegten.

tarifsuisse stellt mit Genugtuung fest, dass die Spital-Baserates im System von Swiss DRG aktuell sinken. Dies wäre insbesondere auch das Verdienst von tarifsuisse; die Leistungseinkäuferin hat verschiedene, durch kantonale Regierungen in der Startphase des neuen Systems zu hoch angesetzte Spitaltarife beim zuständigen Bundesverwaltungsgericht angefochten und blieb damit nicht ohne Erfolg.

Die Prämienentwicklung wird bekanntlich diktiert von der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen. Der wesentliche Beitrag zur Dämpfung des Kostenanstiegs der Leistungserbringung bei guter Qualität ist deshalb nach wie vor die zentrale Grösse für die Bemühungen der Unternehmung.
tarifsuisse betont, dass ihr Fokus klar bei den Interessen der Prämienzahlenden liegt.