Gut verhandelt – Prämienzahlende bezahlen rund 300 Millionen Franken weniger

tarifsuisse ag setzt sich in den Tarifverhandlungen mit den Leistungserbringern erfolgreich für die Interessen der Versicherten ein: Für das laufende Jahr werden die Einsparungen für die Prämienzahlenden rund 300 Millionen Franken betragen. Dieser Betrag resultiert aus der Differenz zwischen den ursprünglichen Forderungen der Leistungserbringer und den in rund 370 Tarifverträgen vereinbarten Tarifen. Von diesen Tarifen profitieren auch die Kantone und Steuerzahler, welche rund die Hälfte der stationären Kosten übernehmen. Die Einsparungen für sie belaufen sich auf 170 Millionen Franken.

Die Gesundheitskosten, welche von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen werden, weisen im Durchschnitt ein jährliches Wachstum von rund 3% auf und belaufen sich auf über 25 Milliarden Franken. Die tarifsuisse angeschlossenen Krankenversicherer
begrüssen den medizinischen Fortschritt, welcher der Bevölkerung eine effiziente und qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung garantiert. Um die Entwicklung der Gesundheitskosten im Interesse der Versicherten zu halten, nehmen die Krankenversicherer effiziente Kostenund Rechnungskontrollen vor. Diese führen zu Einsparungen von mehreren hundert Millionen Franken pro Jahr. Eine andere Möglichkeit, auf die Entwicklung der Gesundheitskosten Einfluss zu nehmen, erfolgt über die Tarifverhandlungen mit den Leistungserbringern, welche tarifsuisse im Auftrag der meisten Krankenversicherer führt.

Qualität zu fairen Preisen
tarifsuisse setzt sich aktiv und konsequent für Qualität zu zahlbaren Preisen ein, was das Ziel einer ausgewogenen Prämienentwicklung unterstützt. Dieser Grundhaltung entsprechend strebt tarifsuisse Tarife an, welche einerseits dem Leistungsangebot fair Rechnung tragen, andererseits den durch das Krankenversicherungsgesetz (KVG) verpflichtend vorgegebenen Kriterien entsprechen, wonach eine Leistung wirtschaftlich, zweckmässig und wirksam sein muss.

Einsparungen für 2013
Dank den von tarifsuisse für das Jahr 2013 bereits unterzeichneten Tarifverträgen konnten im ambulanten und stationären Bereich zusammen Einsparungen von hochgerechnet rund 470 Millionen Franken erzielt werden. Davon kommen 300 Millionen Franken den Prämienzahlenden und 170 Millionen den Kantonen zugute. Dieser Betrag entspricht der Differenz zwischen den ursprünglichen Forderungen der Leistungserbringer und den vertraglich vereinbarten Tarifen 2013. Wie beträchtlich diese Einsparungen sind, erkennt man, wenn man sie dem jährlichen Kostenanstieg von 600 bis 800 Millionen Franken gegenüberstellt. Noch nicht berücksichtigt in dieser Einsparungsberechnung sind die bei den Kantonen oder dem Bundesverwaltungsgericht hängigen Festsetzungsverfahren.