physioswiss lehnt Verlängerungsvertrag ab – obwohl ihm bereits Hunderte von Therapeuten beigetreten sind

physioswiss hat den Vorschlag von tarifsuisse zum Abschluss eines Nationalen Verlängerungsvertrags abgelehnt. Damit benutzt physioswiss weiterhin die Patienten als Spielball der Verhandlungen. Dies, obwohl sich bereits über 10 Prozent der Therapeuten dem neuen Nationalen Verlängerungsvertrag der tarifsuisse ag angeschlossen haben. Damit ermöglichen diese den Patienten die Behandlung zu den bisherigen Bedingungen.

Die tarifsuisse angeschlossenen Krankenversicherer haben physioswiss einen Vertrag zur Verlängerung der bisherigen Bedingungen angeboten. Dies, um in der Phase der weiteren Verhandlungen sicherzustellen, dass die Patienten die Physiotherapiebehandlungen zu den bisherigen Bedingungen (u.a. bisherige Taxpunktwerte und Rechnungsstellung direkt an den Versicherer) abrechnen können. Leider hat physioswiss dieses Angebot nun definitiv abgelehnt und beharrt stattdessen auf ihrer Forderungen einer Erhöhung der Entschädigung im zweistelligen Prozentbereich. Dies steht nicht nur im Widerspruch zu den Anstrengungen, in der Grundversicherung die Kostenzunahme und damit die Prämienentwicklung zu dämpfen, sondern ist auch aufgrund der tarifsuisse ag vorliegenden Daten nicht gerechtfertigt.

Bereits über 10 Prozent der Therapeuten können sich mit dem umstrittenen Vorgehen ihres Verbandes nicht identifizieren und sind darum dem neuen Nationalen Physiotherapievertrag der tarifsuisse angeschlossenen Krankenversicherer beigetreten. Diese Therapeuten bieten dem Patienten die Leistungen zu bisherigen Bedingungen an. Um Überraschungen bei der Rechnungsstellung zu vermeiden, sollte der Patient deshalb vor einer Behandlung mit seinem Physiotherapeuten oder seiner Krankenversicherung abklären, wie der Therapeut Rechnung stellt (direkt an den Krankenversicherer zu bisherigem Taxpunktwert oder an den Patienten).

tarifsuisse ag setzt sich weiterhin für faire vertragliche Regelung im Sinne aller Beteiligten ein – für Patienten, Therapeuten und Krankenversicherer. Man ist deshalb übereingekommen, die Gespräche noch nicht abzubrechen, in der Hoffnung, doch noch eine Nachfolgelösung zu finden. Voraussetzung für tarifsuisse ag ist jedoch nach wie vor – analog zum bereits bestehenden, neuen Nationalen Vertrag – die Umsetzung des im Krankenversicherungsgesetz definierten Gebots, keine unwirtschaftlichen Strukturen zu finanzieren.