tarifsuisse setzt sich für die Versicherten ein

Der Verwaltungsrat tarifsuisse hat entschieden, dass die in den Verhandlungen geforderten Spitaltarife 2012 der Kantonsspitäler Aarau, Luzern und St. Gallen zu hoch sind. Die von den Spitälern geforderten Tarife würden zu Kostensteigerungen von 23 Prozent führen. Das ist im Interesse der Versicherten nicht akzeptierbar. Deshalb wurde heute an einer Sitzung mit Vertretern der Kantonsspitäler Aarau, Luzern und St. Gallen sowie tarifsuisse das Scheitern der Verhandlungen festgestellt.

tarifsuisse ag führte mit den Kantonsspitälern Aarau, Luzern und St. Gallen Tarifverhandlungen. Die Kantonsspitäler Aarau, Luzern und St. Gallen forderten für das Jahr 2012 einen Tarif von mindestens 10 400 Franken pro Fall. Dies hätte eine Kostensteigerung für diese drei Spitäler von insgesamt 23 Prozent zur Folge. Das zeigt, dass die Spitäler immer noch vom Kostenrückerstattungsprinzip ausgehen und nicht von der Entschädigung für die Leistung, wie im Krankenversicherungsgesetz vorgesehen.

Kostenverlagerung von den Kantonen zu den Versicherern
Haupteinflussfaktoren für diese enormen Kostensteigerungen sind die höheren Tarife im Vergleich zu heute, aber auch die Effekte der neuen Spitalfinanzierung, wie zum Bespiel der neue Vergütungsteiler zwischen den Kantonen und den Versicherern und die Investitions- und
Ausbildungskosten, die neu von den Versicherern zu bezahlen sind.

tarifsuisse ag setzt sich für die Prämienzahlenden ein
Damit die neue Spitalfinanzierung nicht zu ungerechtfertigten Kosten- und Prämienerhöhungen führt, befolgt tarifsuisse ag in den Tarifverhandlungen die Empfehlungen des Preisüberwachers. tarifsuisse ag erwartet von den Kantonen, dass sie diesen Empfehlungen im Tarifgenehmigungsprozess ebenfalls folgen werden.