Unfallversicherer und Invalidenversicherer bezahlen hohe Tarife für Universitätsspitäler

Die Unfall-, Militär und Invalidenversicherungen haben sich mit den Universitätsspitälern auf eine Fallpauschale von 11‘213 Franken geeinigt. Aus Sicht von tarifsuisse ag ist das erstaunlich, denn als grösste Einkaufsgemeinschaft der Krankenversicherer hat sie mit dem Universitätsspital CHUV in Lausanne eine Baserate von 10‘400 Franken vertraglich vereinbart. Für die gleiche medizinische Leistung bezahlen die eidgenössischen Sozialversicherer somit 813 Franken mehr.

Dank ihrer klaren Haltung konnte tarifsuisse ag mit dem Universitätsspital CHUV in Lausanne einen Basisfallpreis von CHF 10‘400.- für akutstationäre Leistungen vereinbaren. Dies ist der Beweis dafür, dass eine hochstehende medizinische Versorgung auch mit tieferen Kosten gewährleistet werden kann.

Keine unnötige Belastung der Prämienzahlenden
Die eidgenössischen Versicherer wälzen mit den hohen Fallpauschalen Kosten auf ihre Versicherten ab, die eigentlich von den Kantonen, hätten getragen werden müssen. tarifsuisse ag tritt entschieden dagegen an, dass die Krankenversicherten mit ihren Prämien die Kosten für universitäre
Lehre und Forschung finanzieren. Diese sind gemäss Krankenversicherungsgesetz von den Kantonen zu tragen. Diese Haltung vertritt auch die Preisüberwachung, die zu den Basisfallpreisen der Universitätsspitäler Empfehlungen abgegeben hat.

Gleicher Preis für gleiche Leistung
tarifsuisse ag verhandelt mit den Spitälern nach dem Prinzip gleicher Preis für gleiche Leistung. Es gibt keinen Grund, weshalb die Unfall- und Invalidenversicherer für die gleiche Leistung mehr bezahlen als die Krankenversicherer. Würden die Krankenversicherer die gleiche Tarifpolitik wie die Unfall-, Militärversicherung und Invalidenversicherern verfolgen, hätte das für die Prämienzahlenden geschätzte Mehrkosten im Spital stationären Bereich von ca. 400 Millionen Franken pro Jahr zur Folge. Das Gleiche gilt für die ambulanten Tarife. Würden die Krankenversicherer die ambulanten Tarife der Unfall-, Militär- und Invalidenversicherer übernehmen, hätte das Mehrkosten von über 450 Millionen Franken pro Jahr zur Folge.